Am Ende der Leasingdauer Zusatzkosten vermeiden
300 ¤ für das Abholen, 1500 ¤ für zusätzliche Kilometer, 150 ¤ Reinigungskosten, 800 ¤ für eine komplette neue Front-Fensterscheibe, 250 ¤ für übermäßig abgefahrene Reifen... Die Liste der Kosten bei Rückgabe eines Fahrzeuges kann lang und teuer sein. Schnell wird das günstige Leasingsangebot zu einem teuren Spaß.
Daher ist es wichtig, zumindestens einige der Risiken vertraglich auszuschließen, oder zumindestens so zu gestalten, dass keine einseitige Benachteiligung eintritt.
Abholgebühr
In der Regel ist die Leasingfirma nicht direkt am Standort des Fahrzeuges. Daher entstehen in der Tat zusätzliche Kosten, wenn das Fahrzeug am Ende der Periode wieder zu seinem Besitzer zurückgebracht werden muß. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, diesen Aufwand zu vermeiden Sie eine Option ist, eine Leasingsfirma auszuwählen, die ganz in der Nähe ihren Sitz hat, oder zumindestens eine Niederlassung die das Auto annimmt. Die andere Möglichkeit ist, die Rückgabe mit einem schönen Wochenende zu verbinden. Mit dem Auto zum Hotel fahren, eine Besichtigung der Umgebung machen, das Wochenende genießen und schließlich am Montag das Fahrzeug zurückgeben, anschließend die Heimfahrt mit dem Zug antreten. Zugegeben, dies wird beides nicht immer möglich sein, aber bei Kosten von mehreren 100 Euros ist das zumindestens eine Überlegung wert.
Extra Kilometer
Hier ist es ganz wichtig, schon bei Vertragsunterzeichnung eine realistische Planung der Kilometer vorzunehmen. Regelmäßig ist es nämlich so, dass Minderkilometer ebenfalls erstattet werden, allerdings mit weniger Gutschrift als für mehr Kilometer. Es gibt hier drei wichtige Punkte, die zu beachten sind: erstens die vereinbarte Kilometerzahl, zweitens die Gebühren für Mehr- oder Minderkilomer, und drittens die Toleranzzone. Damit ist der Bereich gemeint, indem wir weder Mehr- noch Minderkilometer abgerechnet werden.
Reinigungskosten
Hier ist es ganz einfach, böse Überraschungen zu vermeiden. Geben Sie das Auto in einem angemessen guten Zustand zurück. Wer sein Auto als verschmutzte Abfallgrube der Firma in die Hand drückt, braucht sich nicht zu wundern, wenn diese jede Minute der Reinigung in Rechnung stellt.
Schäden
Hier muss man wissen, dass Leasingsfahrzeuge in der Regel mit einer Vollkaskoversicherung versehen sind. Schäden sollten also rechtzeitig gemeldet werden, und werden dann von der Versicherung getragen. Dabei sind zwar gewisse Regeln zu beachten, aber in der Regel treten dabei keine Probleme auf. Nur wenn die Schäden nicht gemeldet werden, und das Auto mit diesen dann zurückgegeben wird, trägt der Leasingnehmer die Kosten.
Ein Tipp
planen Sie bereits vier Wochen vor Rückgabe des Fahrzeugs die Übergabe. Machen Sie einen Scheck, ob das Fahrzeug technisch und optisch in Ordnung ist. Wenn Schäden vorhanden sind, was bei einem durchschnittlichen Alter von drei Jahren durchaus üblich ist, prüfen Sie genau, inwieweit diese auf normaler Abnutzung zurückzuführen sind, die der Besitzer zu tragen hat, oder inwieweit die Schäden durch fahrlässiges oder unabsichtliches Handeln entstanden sind. Es lohnt sich manchmal, diese Schäden - soweit sie nicht durch die Versicherung zu tragen sind - durch eine preiswerte Werkstatt vor Ort beheben zu lassen. Zumindestens ist dann der Betrag überschaubar, während die nachträgliche Abrechnung durch die Leasingfirma nur schwer diskutiert werden kann.
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